Leben und Tod

Life and death

…life and death…

Zu diesem Bild hier möchte ich ein bisschen mehr schreiben als sonst. Wieso gerade diese Bild mich zum nachdenken angeregt hat und mich noch heute beschäftigt…

Wieso der Titel Leben und Tod? Dieser Ort versinnbildlicht für mich genau das… Es entstand in Irland, genauer gesagt bei den Cliffs of Moher. Nirgends spürte ich diesen Gegensatz besser als dort.

Am Vorabend dieser Aufnahme fuhr ich von Doolin hoch zu den Cliffs. Unterwegs sah ich eine grosse Anzahl blinkender Life Guards Fahrzeuge und fragte mich kurz was die wohl dort machen. Schnell gab ich mich damit zufrieden, dass es sich wohl um eine Übung handelte. Oben auf den Klippen sass ich dann in einer grossen Regenwolke, weshalb ich wieder ins Hostel zurück ging. Der Mann der Hostel Besitzerin kam gerade vom Life Guard Einsatz zurück und erzählte mir was vorgefallen war. An diesem Abend mussten die Einsatzkräfte in einem 6 Stündigen Einsatz einen Leblosen Körper bergen. Es war ein Junger Eiheimischer welcher dort den Freitod wählte und sich runter stürzte. Ich war geschockt und diese Geschichte drehte sich noch lange in meinem Kopf.

Trotz den Geschehnissen entschied ich ich mich dafür, am nächsten Morgen dort den Sonnenaufgang zu fotografieren. Als sich der Himmel zu färben begann, hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht und konnte mir einen lauten Juchzer nicht verkneifen. Im selben Moment dachte ich an den Tod des Jungen… ich fühlte mich schlecht, dass ich gerade ausgerechnet dort so voller Freude war und das Leben genoss. Doch wieso sollte ich mich schlecht fühlen? Es war allein seine Entscheidung über dessen Beweggründe ich keine Ahnung hatte. Leben und Tod können so nah beieinander sein…

So schön der Ausblick von dort oben über die weiten des Meeres ist, genau so zerstörerisch sind die Wellen die unten auf die Felsen aufschlagen. So erfrischend wie der Wind ins Gesicht bläst, so gefährlich kann der Windstoss am Rande der Klippen sein. Die schroffe Landschaft Irlands welche so unglaublich schön ist, jedoch wenig fruchtbaren Boden bietet… Leben und Tod sind in Irland sehr nah beisammen…

Workshop Twannbachschlucht

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Langzeitbelichtungsworkshop in der Twannbachschlucht am Bielersee. Das Angebot findest Du unter

den Workshops

2 Tages Fotoabenteuer im Jura – Part 2

Aufgrund der hohen Nachfrage sowie dem grossen Erfolg des ersten Jura Abenteuers starten wir in die 2te Runde! Diesmal werden wir den Jura im schönen Herbstkleid erleben

Unter den Workshops findest Du das neue Angebot.

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Island – Das Land der Feen, Trolle und Lava

So nun mal ein kleiner Bericht meiner Island Reise – ein Traum wurde wahr!

Island – Das Land der Feen, Trolle und Lava oder wie eine Lammkeule zur Sonne wird…

Als erstes muss ich sagen, dass dieser Bericht extrem gekürzt ist. All die Erlebnisse und Eindrücke, die ich in Island auf dieser Fototour erleben durfte, würden wohl ein Buch füllen.

Am Samstag Morgen war es endlich soweit, die Reise in ein unbekanntes Land ging los. Auf der Packliste war von Badeente bis Steigeisen alles dabei – was die ganze Packerei nicht gerade erleichterte. Nichtsdestotrotz hatte irgendwie alles im Koffer Platz und fand den Weg nach Island. Am Flughafen in Reykjavik traf ich mich mit den anderen Fotoverrückten (Angel, Holger und Daniel). Der Autovermieter erkannte, anhand unseres Gepäckes schnell, dass wir wohl eher etwas grösseres als einen Smart brauchen. Von dort aus bezogen wir unser Beachhouse in Gardur, welches nur 200m vom Meer entfernt war. Die ersten 2 Tage verbrachten wir in dieser Umgebung.

Am Montag trafen wir uns dann am Flughafen mit unserem Workshopleiter Zsolt Kiss aus Transilvanien – ja genau von dort wo die Vampire herkommen. Doch er ist eine art Blade, ein Daywalker welchem das Licht nichts ausmacht. Was dann folgte war einfach der Wahnsinn pur!

Wer die wilde Natur liebt, wird Island lieben. Ein wirklich wildes Land, mit den vielen Lavafeldern und geothermischen Quellen (stinkt extrem nach faulen Eiern). Manchmal hat man das Gefühl auf dem Mond zu sein. Doch trotz der schroffen Landschaft sieht man immer wieder weiche Seiten. Die Black Sand Dünen, das grüne Moos welches über die zerrissene Landschaft wächst, oder die unzähligen Island Pferde, die frei über die Weiten des Landes verteilt sind. Wer Wasserfälle mag ist in Island bestens bedient. Anfänglich wollten wir bei jedem einen Stop einlegen, gegen ende der Reise hörte man aber öfters, ah da wäre wieder mal einer gewesen…

Der Workshop war streng aber enorm lehrreich! Durch Zsolt habe ich gelernt, dass Landschaftsaufnahmen nicht nur daraus bestehen, so viel wie möglich aufs Bild zu bekommen und einen brennenden Himmel zu haben. Oft sind es kleine Details der Umgebung, welche ein gutes Bild ausmachen. Normale Aufnahmen kann jeder machen, versucht Unikate zu kreieren, war ein Leitfaden den er uns gab. Ein typisches Zsolt Bild ist, um es in seinen Worten zu sagen, einfach Pinkfloydisch 🙂  Danke Zsolt dass Du meine Sichtweise in der Landschaft enorm beeinflusst und erweitert hast!

Unsere Touren starteten meist Abends um 8 Uhr und dauerten bis am nächsten Morgen 8 Uhr. Durch die Nacht (wurde es ja dort nie richtig) hatten wir die wunderbare Landschaft für uns, da alle normalen Menschen dann am schlafen sind 🙂 Pures fotografieren unter Fotoverrückten, gegen ende Woche wohl eher Fotozombies. Die ersten Tage waren sehr hart, Dauerregen die ganze Nacht, was uns aber nicht davon abgehalten hat, konstant unsere Speicherkarten zum glühen zu bringen. Equipment wie auch wir wurden an die Grenzen gebracht, was sich aber anhand der vielen tollen Bildern bezahlt machte.

Ich denke ohne meine Jungs wäre die Energie schon lange futsch gewesen. Doch wir waren wirklich eine klasse Truppe, ein Lacher nach dem anderen, alle etwa die gleichen freaks und unersättlich auf Fotos aus. HERZLICHEN DANK euch allen (Angel Fox, Holger Herbst, Daniel Wild und Zsolt Kiss) für diese tolle Zeit mit Euch!

Ach ja! Wie wird eine Lammkeule zur Sonne?! Glaubt mir nach fast 5 Tagen Dauerregen gibt es nichts besseres als eine typisch Isländische Lammkeule zu essen – unsere Gesichter bekamen ein strahlen als sässen wir in einem Strandkorb und genössen die Sonne 🙂

Bilder aus Island werden bald hochgeladen, die Bearbeitung braucht ihre Zeit…

 

 

 

 

Spot mit Potential

Letztes Wochenende war ich mit Roman Burri – Naturfotografie, Michaela Burri und Angel Fox im Berner Oberland auf Scouting Tour. Zusammen macht es immer eine menge Spass! Nach einem sehr guten und typisch schweizerischen Nachtessen mit Käseschnitte, Bratwurst und Rösti begaben wir uns auf einen kurzen Fussmarsch, an einen Bergsee den wir vorher über Google Earth gefunden haben. Oben angekommen wussten wir gar nicht recht wo wir anfangen sollen. Dieser Spot bietet enorm viele Möglichkeiten um ihn in gute Bilder umzusetzen. Roman und ich suchten uns eine höher gelegene Stelle, welche uns eine wunderschöne Aussicht über den See bot. Irgendwann kam von weiter unten ein richtig herzhafter Juchzer von Angel 🙂 Was war los?! Dann sah ich es auch, zwischen den Felswänden leuchtete die Abendsonne feurig rot durch. Leider war ich nicht genügend schnell diesen Moment gut festzuhalten, der Anblick alleine war aber schon Belohnung genug. Auch wenn es von meiner Seite an diesem Abend nicht das gewünschte Bild gab, ist für mich klar, dass dieser Spot grosses Potential hat. Dort werde ich sicher mal ein Zeltwochenende planen. Wenn ich Glück habe, spielt das Wetter mit und beschert mir schöne Momente 🙂