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hugi

Island – Das Land der Feen, Trolle und Lava

So nun mal ein kleiner Bericht meiner Island Reise – ein Traum wurde wahr!

Island – Das Land der Feen, Trolle und Lava oder wie eine Lammkeule zur Sonne wird…

Als erstes muss ich sagen, dass dieser Bericht extrem gekürzt ist. All die Erlebnisse und Eindrücke, die ich in Island auf dieser Fototour erleben durfte, würden wohl ein Buch füllen.

Am Samstag Morgen war es endlich soweit, die Reise in ein unbekanntes Land ging los. Auf der Packliste war von Badeente bis Steigeisen alles dabei – was die ganze Packerei nicht gerade erleichterte. Nichtsdestotrotz hatte irgendwie alles im Koffer Platz und fand den Weg nach Island. Am Flughafen in Reykjavik traf ich mich mit den anderen Fotoverrückten (Angel, Holger und Daniel). Der Autovermieter erkannte, anhand unseres Gepäckes schnell, dass wir wohl eher etwas grösseres als einen Smart brauchen. Von dort aus bezogen wir unser Beachhouse in Gardur, welches nur 200m vom Meer entfernt war. Die ersten 2 Tage verbrachten wir in dieser Umgebung.

Am Montag trafen wir uns dann am Flughafen mit unserem Workshopleiter Zsolt Kiss aus Transilvanien – ja genau von dort wo die Vampire herkommen. Doch er ist eine art Blade, ein Daywalker welchem das Licht nichts ausmacht. Was dann folgte war einfach der Wahnsinn pur!

Wer die wilde Natur liebt, wird Island lieben. Ein wirklich wildes Land, mit den vielen Lavafeldern und geothermischen Quellen (stinkt extrem nach faulen Eiern). Manchmal hat man das Gefühl auf dem Mond zu sein. Doch trotz der schroffen Landschaft sieht man immer wieder weiche Seiten. Die Black Sand Dünen, das grüne Moos welches über die zerrissene Landschaft wächst, oder die unzähligen Island Pferde, die frei über die Weiten des Landes verteilt sind. Wer Wasserfälle mag ist in Island bestens bedient. Anfänglich wollten wir bei jedem einen Stop einlegen, gegen ende der Reise hörte man aber öfters, ah da wäre wieder mal einer gewesen…

Der Workshop war streng aber enorm lehrreich! Durch Zsolt habe ich gelernt, dass Landschaftsaufnahmen nicht nur daraus bestehen, so viel wie möglich aufs Bild zu bekommen und einen brennenden Himmel zu haben. Oft sind es kleine Details der Umgebung, welche ein gutes Bild ausmachen. Normale Aufnahmen kann jeder machen, versucht Unikate zu kreieren, war ein Leitfaden den er uns gab. Ein typisches Zsolt Bild ist, um es in seinen Worten zu sagen, einfach Pinkfloydisch 🙂  Danke Zsolt dass Du meine Sichtweise in der Landschaft enorm beeinflusst und erweitert hast!

Unsere Touren starteten meist Abends um 8 Uhr und dauerten bis am nächsten Morgen 8 Uhr. Durch die Nacht (wurde es ja dort nie richtig) hatten wir die wunderbare Landschaft für uns, da alle normalen Menschen dann am schlafen sind 🙂 Pures fotografieren unter Fotoverrückten, gegen ende Woche wohl eher Fotozombies. Die ersten Tage waren sehr hart, Dauerregen die ganze Nacht, was uns aber nicht davon abgehalten hat, konstant unsere Speicherkarten zum glühen zu bringen. Equipment wie auch wir wurden an die Grenzen gebracht, was sich aber anhand der vielen tollen Bildern bezahlt machte.

Ich denke ohne meine Jungs wäre die Energie schon lange futsch gewesen. Doch wir waren wirklich eine klasse Truppe, ein Lacher nach dem anderen, alle etwa die gleichen freaks und unersättlich auf Fotos aus. HERZLICHEN DANK euch allen (Angel Fox, Holger Herbst, Daniel Wild und Zsolt Kiss) für diese tolle Zeit mit Euch!

Ach ja! Wie wird eine Lammkeule zur Sonne?! Glaubt mir nach fast 5 Tagen Dauerregen gibt es nichts besseres als eine typisch Isländische Lammkeule zu essen – unsere Gesichter bekamen ein strahlen als sässen wir in einem Strandkorb und genössen die Sonne 🙂

Bilder aus Island werden bald hochgeladen, die Bearbeitung braucht ihre Zeit…

 

 

 

 

Spot mit Potential

Letztes Wochenende war ich mit Roman Burri – Naturfotografie, Michaela Burri und Angel Fox im Berner Oberland auf Scouting Tour. Zusammen macht es immer eine menge Spass! Nach einem sehr guten und typisch schweizerischen Nachtessen mit Käseschnitte, Bratwurst und Rösti begaben wir uns auf einen kurzen Fussmarsch, an einen Bergsee den wir vorher über Google Earth gefunden haben. Oben angekommen wussten wir gar nicht recht wo wir anfangen sollen. Dieser Spot bietet enorm viele Möglichkeiten um ihn in gute Bilder umzusetzen. Roman und ich suchten uns eine höher gelegene Stelle, welche uns eine wunderschöne Aussicht über den See bot. Irgendwann kam von weiter unten ein richtig herzhafter Juchzer von Angel 🙂 Was war los?! Dann sah ich es auch, zwischen den Felswänden leuchtete die Abendsonne feurig rot durch. Leider war ich nicht genügend schnell diesen Moment gut festzuhalten, der Anblick alleine war aber schon Belohnung genug. Auch wenn es von meiner Seite an diesem Abend nicht das gewünschte Bild gab, ist für mich klar, dass dieser Spot grosses Potential hat. Dort werde ich sicher mal ein Zeltwochenende planen. Wenn ich Glück habe, spielt das Wetter mit und beschert mir schöne Momente 🙂

Fotoauftrag

Im Januar dieses Jahres wurde ich von der Spitex Biel (Hilfe und Pflege zuhause) angefragt, ob ich Lust hätte Fotos für deren Jahresbericht zu machen. Ich war anfänglich ein bisschen unsicher, da meine Stärke eher bei der Landschaftsfotografie liegt. Jedoch sah ich darin eine grosse Herausforderung, derer ich mich gerne stellte.

Auftrag verlangt nach Konzept. Da ich jedoch keine konkrete Vorgabe bekam, war zuerst die Frage was will ich genau machen. Wie sehe ich die Spitex? Mir als Aussenstehender war bewusst was deren tun ist, doch wie verpacke ich das in Bildern. Da es heikel ist, Patienten abzulichten, war dies keine Option für mich. Wo sehe ich  die Spitex sonst noch? – genau draussen auf den Strassen Biels! So war meine Idee Spitex on Tour entstanden.

Ehrlich gesagt war es am Anfang sehr schwierig, da ich null Ahnung hatte wie so ein Bild auszusehen hatt. Bei Landschaftsaufnahmen weiss ich genau wie ich mein Bild aufbauen kann und wie es dann wirkt. Aller Anfang ist schwer, also einfach los auf die Strasse. Nach und nach hatte ich immer mehr Bilder im Kasten. Diese zeigten viel der Umgebung, jedoch fehlte der Fokus auf die Spitex. Erst nach dem hervorheben der Spitexfarben in einer schwarz/weiss Entwiklung, erschien mir die Umsetzung gelungen. So konnte ich die Bilder den Verantwortlichen präsentieren. Und siehe da, sie kamen gut an und es wurden 12 davon für den Jahresbericht verwendet 🙂 mehr Bilder findet Ihr in der Gallerie.

Für mich war dieser erste Auftrag sehr wertvoll! Dies nicht weil ich dafür etwas bekam, sondern weil ich mich in etwas Neuem versuchen konnte und viel gelernt habe. Nach anfänglicher Skepsis, war die Freude riesig, als ich das gedruckte Exemplar in der Hand hielt. Mir zeigt dies auf, dass es sich lohnt, sich an neue Themen zu wagen. Zu verlieren gibt es nichts, man wird so oder so um eine Erfahrung reicher.  Für mich war es eine schöne Abwechslung zu meinen Landschaftsbildern und ich bin offen für weitere Projekte.

P.s. Ausserdem konnte ich dadurch das erste mal einen Flyer fahren – geht richtig ab das Teil 😉

Ein ruhiger Morgen

Letzten Samstag Abend waren wir, meine Partnerin und ich, bei Freunden in Spiez eingeladen. Nach einem gemütlichen und langen Abend tat ein bisschen Schlaf gut. Eigentlich habe ich mir vorgenommen mal ein bisschen länger zu schlafen – was aber nur beim Vorhaben blieb 😉 Um 04.30 Uhr war ich bereits wach und nach einem kurzen Blick aus dem Fenster, kippte mein Vorhaben über Bord. Es war leicht bewölkt, mit grösseren Lücken,  da musste ich mir fast einen Platz am Thunersee suchen. Am See angekommen war es noch zu dunkel. So hatte ich genügend Zeit mich zu installieren und schon mal eine geeignete Komposition zu suchen. Was dann geschah war einfach fantastisch! Als die Sonne langsam hinter mir über die Berge kletterte, färbte diese die Spitze des Niesen feurig rot ein. Später hüllte sie die ganze Landschaft in ein weiches und warmes Licht. Diese einmalige Stimmung löste in mir eine enorme Ruhe aus, so kann der Tag beginnen 🙂

Talisker Bay

Nun bin ich schon seit 4 Tagen auf der Isle of Skye in Schottland. Diese Insel ist einfach unglaublich! Trotz ihrer rauen und wilden Art, bietet die Insel auch enorm viele schöne und beruhigende Orte. Diese Insel lässt dem Fotografenherz keine Wünsche offen. Ein detaillierter Bericht wird folgen. Bis dann geniesse ich das wilde Schottland in vollen Zügen.

Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und habe eine menge Bilder zu bearbeiten. Wahrscheinlich wird mein Bericht noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, da ich in Schottland so viele schöne Momente erleben durfte. Ich habe mir vorgenommen etwas ausführlicher zu schreiben.

Reise nach Schottland

Heute geht es endlich los! Die Reise habe ich schon im letzten Herbst gebucht, nun ist der Tag endlich gekommen und ich bin unterwegs. Viele denken sich vieleicht dass die Reisezeit nicht ideal ist, da das Wetter momentan doch noch recht kühl ist. Für mich spielt dies keine Rolle, so entkomme ich sicherlich dem Massentourismus. Zudem erwarte ich so oder so ein ziemlich rauhes Land mit Wetterbedingungen die sich ständig ändern werden. Den ersten Tag werde ich in Glasgow verbringen, danach geht es auf die Isle of Skye wo ich mich 1 Woche lang nur der Fotografie widmen kann. Bericht und Bilder werden sicherlich folgen. Und tschüss….

St.Blaise

Heute um 04.15 klingelte der Wecker, ja ich weiss es ist Samstag. Nach dem ersten Blick aus dem Fenster schrie alles nach meinem warmen Bett. Der Himmel war vom Nebel verschleiert und es sah nicht nach einem guten Tag aus. Aber ich war mit Freunden verabredet, also gab es keinen Rückzieher. Um 05.00 startete ich mein Auto und tuckerte Richtung St. Blaise am Neuenburgersee. Zu viert suchten wir uns einen geeigneten Platz zum Fotografieren. Was uns dann erwartete war einfach der Wahnsinn! Ich hatte selten an einem Morgen so viele wunderbare Stimmungen erlebt. Zum Glück bin ich so früh aufgestanden 🙂 Mehr Bilder findet Ihr in der Galerie.

Der richtige Moment

Gibt es bei der Fotografie den richtigen Moment?

Planung ist das A und O in der Fotografie. Dies fängt bei der Suche nach dem geeigneten Spot an. Dafür gibt es gute Hilfsmittel wie Google Earth oder Maps. Oft suche ich schon so nach geeigneten Plätzen. So weiss ich schon vor dem ersten Ausflug, wo es gute Bilder geben kann. Ich sage bewusst kann, doch mehr dazu später. Das Beste ist aber immer noch sich die Plätze direkt vor Ort anzuschauen. Zum Schluss kommt dann noch das Abchecken des Wetters. Wenn alles passt und die Zeit da ist, gehts los.

Ist das jetzt die Garantie auf den richtigen Moment?

Oft war ich schon stundenlang unterwegs und kam ohne ein einziges Resultat nach Hause. Das kann mehr als frustrierend sein. Es geschieht sehr oft, dass das Wetter für meine Verhältnisse „zu schön“ ist. Ein absolut klarer Himmel ist für stimmungsvolle Landschaftsbilder schlicht zu langweilig. Wolkenstrukturen können einem Bild eine schöne Dynamik verleihen. Besonders bei Langzeitbelichtungen, wenn es Wolkenzieher gibt. Im Gegensatz dazu ist es mir schon oft passiert,dass der Himmel plötzlich kurz vor dem Sonnenauf – oder untergang zuzog und somit die schöne Stimmung verschlang.

Planbar ist der richtige Moment nie. Genau das macht für mich die Landschaftsfotografie interessant. Man kann immer wieder den selben Ort besuchen und weiss nie was einem erwartet. So erging es mir beim Bild zum Blog. Schon oft war ich an diesem Baggersee und hatte kein Glück. An diesem Tag war ich gute 2 Stunden dort, es sah aus als würde wieder nichts daraus. Als ich schon ans Zusammenpacken dachte, wurde ich doch noch belohnt. Der Himmel begann förmlich zu brennen. Ich hatte knappe 2 Minuten um dieses Bild in den Kasten zu bekommen, dann war alles vorbei.

Den richtigen Moment kann man nicht erzwingen, doch durch Ausdauer und Gedult erhöht sich die Chance solche Momente zu erleben.

Lichtverschmutzung

Ich war letzthin im Berner Jura, um mit einem Freund einen gemütlichen Fondueabend zu verbringen. Per Zufall hatte ich meine Kamera dabei, ok die ist sowieso immer dabei 🙂 Da dieser Ort ziemlich weit abgelegen von der nächsten Stadt liegt, dachte ich dass er sich perfekt für Aufnahmen des nächtlichen Himmels eignet. Von blossem Auge sah es anfänglich vielversprechend aus. Aber was ich auf dem Kameradisplay sah, war alles andere als wenig Lichteinfluss. Heutzutage gibt es leider immer weniger Orte auf der Welt welche nicht davon betroffen sind. Durch die Industrialisierung und den ständigen anwuchs an Wohnfläche nimmt die Lichtverschmutzung jährlich enorm zu. Versucht mal in einer Stadt, wie Zürich oder Genf, den Sternenhimmel zu beobachten, viel wird man da nicht mehr zu sehen bekommen. Ich war vor 4 Jahren in Spanien auf dem Jakobsweg, welcher durch sehr abgelegene Orte in Nordspanien verläuft. Meine Tage begannen meistens sehr früh, da es um diese Zeit von den Temperaturen her viel angenehmer war. Was ich dort am Nächtlichen Himmel sah war jedes mal wieder überwältigend, eine Unmenge an Sternen. Ich will jetzt in keinstem Sinne moralisch werden, jedoch sollten wir uns doch Gedanken darüber machen. Schon oft, als ich in der Nacht unterwegs war, fielen mir die Unzähligen Autohäuser, Möbelgeschäfte oder Einkaufszentren auf, welche die ganze Nacht bis in den hintersten Winkel ausgeleuchtet waren. Worin liegt hier der Sinn?

Etang de la Gruère

Am Morgen des ersten Tages im Jahr 2015 entschloss ich mich wieder einmal in die Jurahöhen zu gehen. Die letzten Tage hat es ziemlich viel geschneit, was mir die Hoffnung für schöne Schneelandschaften gab. Tagwache war um 04.00 in der früh, hatte ja noch genügend zu tun. Kaffee vorbereiten, Equipment check und etwa 700 Schichten Kleider. Beim hochfahren fuhr ich als erstes in eine dicke Nebelwand, oh oh wird das nichts mit meinem Vorhaben? Egal ich bin schon wach, also wird jetzt weiter gefahren. Oben angekommen herrschten eisige -13°C, glücklicherweise kein Wind und der Nebel war weg! Der Weg zu meinem Spot war mit ca 60cm Neuschnee bedeckt, ja das nächste mal nehme ich Schneeschuhe mit 🙂 Aber die Anstrengung war es Wert, ich wurde mit wunderschönen Himmelsfarben und verschneiten Bäumen belohnt.