Der richtige Moment

Gibt es bei der Fotografie den richtigen Moment?

Planung ist das A und O in der Fotografie. Dies fängt bei der Suche nach dem geeigneten Spot an. Dafür gibt es gute Hilfsmittel wie Google Earth oder Maps. Oft suche ich schon so nach geeigneten Plätzen. So weiss ich schon vor dem ersten Ausflug, wo es gute Bilder geben kann. Ich sage bewusst kann, doch mehr dazu später. Das Beste ist aber immer noch sich die Plätze direkt vor Ort anzuschauen. Zum Schluss kommt dann noch das Abchecken des Wetters. Wenn alles passt und die Zeit da ist, gehts los.

Ist das jetzt die Garantie auf den richtigen Moment?

Oft war ich schon stundenlang unterwegs und kam ohne ein einziges Resultat nach Hause. Das kann mehr als frustrierend sein. Es geschieht sehr oft, dass das Wetter für meine Verhältnisse „zu schön“ ist. Ein absolut klarer Himmel ist für stimmungsvolle Landschaftsbilder schlicht zu langweilig. Wolkenstrukturen können einem Bild eine schöne Dynamik verleihen. Besonders bei Langzeitbelichtungen, wenn es Wolkenzieher gibt. Im Gegensatz dazu ist es mir schon oft passiert,dass der Himmel plötzlich kurz vor dem Sonnenauf – oder untergang zuzog und somit die schöne Stimmung verschlang.

Planbar ist der richtige Moment nie. Genau das macht für mich die Landschaftsfotografie interessant. Man kann immer wieder den selben Ort besuchen und weiss nie was einem erwartet. So erging es mir beim Bild zum Blog. Schon oft war ich an diesem Baggersee und hatte kein Glück. An diesem Tag war ich gute 2 Stunden dort, es sah aus als würde wieder nichts daraus. Als ich schon ans Zusammenpacken dachte, wurde ich doch noch belohnt. Der Himmel begann förmlich zu brennen. Ich hatte knappe 2 Minuten um dieses Bild in den Kasten zu bekommen, dann war alles vorbei.

Den richtigen Moment kann man nicht erzwingen, doch durch Ausdauer und Gedult erhöht sich die Chance solche Momente zu erleben.